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In der Regel wird immer nur ein Teil des Wirkstoffes bei oraler Gabe aus dem Darm resorbiert. Im Gegensatz dazu werden über 90% des gefütterten Doxycyclins im Darm resorbiert und weisen eine bis zu 90%-ige Bioverfügbarkeit auf.
Während bei den klassischen Tetrazyklinen dem Schwein nur Bruchteile des verfütterten Wirkstoffes tatsächlich zur Verfügung stehen, wird DOXYCYCLIN 3-6 Mal besser aus dem Darm resorbiert. Auch im Vergleich mit vielen anderen Wirkstoffen ist die Bioverfügbarkeit von DOXYCYCLIN extrem hoch.
Die stärkere Lipophilie macht DOXYCYCLIN weniger empfindlich gegenüber polyvalenten Kationen wie:
Ca 2+; Mg 2+; Al 3+ oder Fe 3+;
Höhere Calciumgehalte im Futter bilden mit den klassischen Tetrazyklinen und einigen anderen Antibiotika schwer lösliche und damit nicht resorbierbare Chelate (Komplexe). Wechselhafte Behandlungserfolge trotz gleichbleibender Dosierung können verantwortlich für diese nicht kalkulierbare Absenkung der enteralen Resorption des Wirkstoffes sein.
Alle Zellen sind von einer biologischen Membran umgeben (Abb. 1), die den Eintritt von wasserlöslichen Substanzen kontrolliert. Fettlösliche Substanzen hingegen durchdringen diese Membranfettschicht nahezu mühelos. Daher gelangt DOXYCYCLIN schneller und zu höheren Anteilen in und durch die Zellen hindurch.