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1. Pasteurella multocida und Mycoplasma hyodysenteriae (zu den Ergebnissen)
2. Actinobacillus pleuroppneumoniae (APP) und Pasteurella multocida (zu den Ergebnissen)
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Mykoplasmen sind in nahezu jeder Schweinehaltung vorhanden. Die Impfungen gegen diesen Erreger können reine Mykoplasmenschäden weitgehend verhindern. Der Erreger wird hiermit jedoch nicht aus den Beständen verdrängt, sondern seine permanente Schädigung der Schleimhautoberfläche wird auf ein wirtschaftlich tolerables Maß reduziert. Die verbleibenden Vorschädigungen des Atemapparates zusammen mit anderen stallklimatischen Faktoren ermöglichen das Anhaften von „trittbrettfahrenden Bakterien“ wie den Pasteurellen. Ohne Vorschädigung kann sich der Schweineorganismus ausreichend gut gegen diese überall vorhandenen Bakterien wehren und damit die Anhaftung verhindern. Haben infektionsbegünstigende Faktoren aber erst einmal zu einem Anhaften geführt, verursacht vor allem Pasteurella multocida schwere bis schwerste Atemwegserkrankungen. Erkrankte Tiere vermehren den Erreger massiv und scheiden diesen beim Husten millionenfach aus. Tiere deren Immunsystem dem bis dahin „normalen“ Infektionsdruck im Stall standhalten konnten, stehen jetzt einem immensen Infektionsdruck gegenüber. Die Infektion und die daraufhin innerhalb von 48-96 Stunden später zu beobachtenden sichtbaren (klinischen) Erkrankungsfälle ziehen immer größere Kreise zuerst in der Bucht, dann über verschiedene Buchten, bis hin zum ganzen Abteil. Über gemeinsame Luftführungen und auch durch Verschleppungen großer Erregermengen mit sekretkontaminierten Gegenständen (Kleidung, Hände, Werkzeuge...) kann es sogar zu einer massiven Ausbreitung im gesamten Bestand kommen. Behandlungsmaßnahmen betreffen erkrankte Tiere (Tierschutz). Von besonderer Bedeutung ist jedoch die Erkrankungsausbreitung effizient zu verhindern. Daher sollte keine Zeit verloren werden durch sofortige antibiotische Versorgung erkrankter Tiere, die Erregerausscheidung zu minimieren (therapeutischer Einsatz) und die umliegenden „Kontakttiere“, die zwar noch gesund erscheinen, aber in der Regel bereits infiziert sind, ebenfalls antibiotisch zu behandeln (Metaphylaxe). Je früher eine Behandlung stattfindet, desto kleiner ist der Kreis bereits infizierter Tiere und lässt somit die Menge einzusetzender Antibiotika und die damit verbundenen Kosten reduzieren. Je früher eine schon stattgehabte Infektion behandelt wird, desto weniger Gewebeschäden können die Erreger im Atmungsapparat anrichten. Dies erspart dem betroffenen Tier nachhaltig Leiden und ist ökonomisch sehr wichtig, da ein bereits erkranktes Tier auch nach der Erreger-Abtötung noch beträchtliche Zeit benötigt alle Organschäden wieder zu beseitigen (Rekonvaleszenz). In dieser Zeit ist an eine wirtschaftliche Aufzucht nicht zu denken. Dazu bleiben viele Organschäden häufig irreparable. Das Tier bleibt nachhaltig belastet und bietet an diesen „Narben“ immer wieder die Möglichkeit für erneute Infektionen (Reinfektionen). |
Abb. 1: Lungenveränderung nach Pasteurelleninfektion
Abb. 2: Schleimhautveränderung im Nasen- Rachen- Raum nach Pasteurelleninfektion |