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Insgesamt resultiert aus der verbesserten Lipophilie eine sehr niedrige Dosierung des Wirkstoffes. Bereits 12,5 mg/kg Körpergewicht und Tag genügen, um mehr als ausreichend hohe Blutwirkstoffspiegel im Tier zu erreichen. Pharmakokinetisch ist es dabei unerheblich, ob die Verabreichung 1 x täglich oder ad libitum erfolgt (Abb. 1). Unter Berücksichtigung der massiven Gewebeanreicherung (Abb. 2) und des hohen Potentials in die Erreger eindringen zu können, ergibt sich eine sehr große Sicherheitsspanne die Erreger nahezu vollständig zu erfassen.
Das lipophile (fettlösliche) DOXYCYCLIN verlässt das wässrige Blut wiederum sehr schnell (Plasmaflucht), um sich auf den Schleimhäuten des Atemtraktes und im Lungengewebe anzureichern (Abb. 2). Die hohen Wirkstoffspiegel auf den Schleimhäuten wirken dadurch direkt an der Eintrittspforte der Erreger. Bei klinisch kranken Tieren befinden sich die Erreger bereits im Lungengewebe. Hohe Blutspiegel allein bedeuten nicht gleichzeitig Wirkung im Gewebe. Die starke Lipophilie von DOXYCYCLIN aber bewirkt eine extreme Gewebepenetration und Anreicherung im Zielgewebe der Lunge.
Selbst bei einer ad libitum Fütterung, werden innerhalb der ersten 12 Stunden die Maximalblutspiegel erreicht (Abb. 1). Klinische Feldversuche zeigen, dass bereits innerhalb der ersten 5 Behandlungstage die entscheidenden Krankheitsanzeichen weitgehend verschwinden. Für DOXYCYCLIN ist daher nur eine kurze Behandlungsdauer notwendig um Atemwegserkrankungen zu behandeln.